COVID/Coronavirus

Informationen zum neuen Coronavirus (SARS-2019-nCoV) aus unserer Praxis.
Wir führen Abstriche, Tests und Blutabnahmen auf COVID-19 durch und beraten Sie umfassend zum Thema.

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15.09.2020

Aktuelles zu Tests bei Reiserückkehrern, Quarantäneregeln

Für Rückkehrer aus den RKI-Risikogebieten gilt folgendes: Der Rückreisende muss die Rückkehr nach Deutschland seinem örtlichen Gesundheitsamt melden. Grundsätzlich muss immer eine …

Für Rückkehrer aus den RKI-Risikogebieten gilt folgendes:
Der Rückreisende muss die Rückkehr nach Deutschland seinem örtlichen Gesundheitsamt melden. Grundsätzlich muss immer eine 14-tägige Quarantäne eingehalten werden. Diese Quarantänezeit kann aber verkürzt werden, indem nach Rückkehr ein Corona-Test erfolgt. Ist dieser negativ, kann die Quarantäne nach Rücksprache mit dem örtlichen Gesundheitsamt beendet werden.
Einen entsprechenden Test können Sie zum Beispiel in unserer Praxis oder in anderen Testzentren durchführen. Die Kosten dafür werden derzeit von den Behörden übernommen.

Der konkrete Ablauf: Rückkehr - Quarantäne - Abstrich/Test auf Corona - Ergebnismitteilung am Folgetag - Quarantäne kann beendet werden.

Für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten: Tests sind nicht verpflichtend, aber selbstverständlich möglich. Die Kosten müssen allerdings durch den Reisenden selbst getragen werden. Die Gesamtkosten liegen derzeit bei €115.

Bitte vereinbaren Sie für die Testdurchführung unbedingt telefonisch einen Termin! Auch kurzfristige Termine sind möglich. Nur so können wir die Abläufe in der Praxis gut organisieren, Wartezeiten und Infektionsrisiken vermeiden!

Bitte sprechen Sie uns an wenn Fragen zum Thema bestehen!

12.09.2020

Impfung gegen COVID - Stand der Dinge

Hier ein aktueller Einblick in den Stand der Impfstoffentwicklung gegen COVID. Die Geschwindigkeit der Entwicklung ist unglaublich! Als Orientierungwert: die übliche …

Hier ein aktueller Einblick in den Stand der Impfstoffentwicklung gegen COVID. Die Geschwindigkeit der Entwicklung ist unglaublich! Als Orientierungwert: die übliche Entwicklungsdauer eines Impfstoffs beträgt 8 bis 10 Jahre - bei COVID scheint diese Zeit auf wenige Monate verkürzt werden zu können.

Vorab: "wenn alles gut läuft" - also falls es keine wesentlichen Rückschläge bei den Impfstoffkandidaten bezüglich Verträglichkeit/Sicherheit und Wirksamkeit gibt, rechnen wir Ende des Jahres mit der ersten europäischen Zulassung. Es ist also möglich, dass bereits Anfang 2021 die ersten Impfdosen verabreicht werden können. Wie konkret die diesbezügliche Logistik aussehen wird ist natürlich noch unklar: welche Länder und welche Personen werden den Impfstoff als erstes bekommen?
Aktuell sind 9 Impfstoffkandidaten in der sogenannten Phase-3 - Prüfung. Das bedeutet, grundlegende Untersuchungen zu Sicherheit, Verträglichkeit und Dosisfindung sind bereits mit positivem Ergebnis abgeschlossen worden (Phase 1 und 2). In der Phase 3 wird jetzt die eigentliche Wirkung gegen Coronaviren an Tausenden von Patienten überprüft, gleichzeitig werden weiter Daten zur Verträglichkeit gesammelt.
Der Mechanismus aller Impfungen: Bruchstücke des Virus, zum Beispiel Oberflächenproteine ("Antigen") werden dem Immunsystem präsentiert. Dieses stellt gezielt Antikörper und Immunzellen gegen diese Proteine her. Im Falle einer Infektion mit COVID kann dadurch das Virus rasch bekämpft und neutralisiert werden.

Grundsätzlich sind zwei Wirkmechanismen vertreten: Die erste Variante: Virus-Oberflächenprotein wird huckepack in der Hülle harmloser Erkältungsviren verpackt (sog. "viraler Vektor) und auf diese Weise in unseren Körper und zu den Abwehrzellen transportiert. Die zweite Variante: Der Bauplan von Virusproteinen wird in Form von Erbinformationen (RNA oder DNA) verabreicht. Der geimpfte Mensch produziert dann selbst Virusantigen - und entsprechende Abwehrmechanismen (Antikörper und Abwehrzellen) dagegen. Wichtig: diese Impfungen werden häufig als Eingriff in unser Genmaterial verunglimpft. Dies trifft aber nicht zu: das eingesetzte Erbmaterial wird nicht in unsere eigene DNA eingebaut sondern nur in bestimmten Zellorganellen in Proteine umgesetzt. RNA/DNA-Impfstoffe werden in der Tiermedizin schon seit vielen Jahren ohne Probleme eingesetzt. Ein Vorteil dieser Impfstoffe ist die Möglichkeit, sehr rasch große Mengen herstellen zu können. Dies ist bei der Anzucht von Viruspartikeln schwieriger.

Selbstverständlich hat die Sicherheit der Impfung absolute Priorität. Unsere Zulassungsbehörden (Paul-Ehrlich-Institut) und die europäische Arzneimittelsicherheitsbehörde (ecdc) haben seit vielen Jahren extrem strenge Kontrollmechanismen etabliert, um Risiken auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Was kann noch schief gehen? Es kann zu unerwünschten Wirkungen kommen, welche zu einer Gefährdung der Geimpften führen würden. Und es ist denkbar, dass die Wirkung nicht zu einer sogenannten "sterilisierenden Heilung" führt - also einer vollständigen Elimination des Coronavirus. Natürlich besteht gute Hoffnung, dass aufgrund der Vielzahl an Impfstoffkandidaten zumindest einzelne Präparatte alle Anforderungen an Wirkung und Sicherheit erfüllen werden. Wir sind gespannt!

15.09.2020

Die Diskussion um die Quarantänezeit

Aktuell wird die erforderliche Quarantänezeit nach positivem Corona-Test (Abstrich) diskutiert. Zu den aktuell bekannten Fakten: • Die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und …

Aktuell wird die erforderliche Quarantänezeit nach positivem Corona-Test (Abstrich) diskutiert.

Zu den aktuell bekannten Fakten:
• Die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und Symptombeginn (Latenzzeit) liegt bei etwa 5-7 Tagen.
• Die Ansteckungsfähigkeit dauert insgesamt ca. 8-10 Tage an: 3-5 Tage vor Symptombeginn plus 3-5 Tage nach Symptombeginn. Der Höhepunkt der Infektiosität wird mit Symptombeginn erreicht.
• Die meisten Infektionen verlaufen mit Symptomen, bei jüngeren Patienten kann es aber zu Verläufen mit nur sehr milden oder ganz ohne Symptome kommen.

Deshalb gilt: eine verkürzte Quarantänezeit von 10 Tagen nach positivem Test ist nach derzeitigem Wissensstand ausreichend!
Dies ist jedoch derzeit noch nicht von den Gesundheitsbehörden abgesegnet und kann deshalb nicht empfohlen werden.

Ein Kontroll-Test (Abstrich) zur Klärung der Frage, ob man noch ansteckend ist, ist ausdrücklich nicht empfohlen. Auch nach Ausheilung ist häufig noch eine minimale Virusausscheidung in den Atemwegen vorhanden. Diese reicht nicht für eine Ansteckung von anderen Personen aus, kann aber dazu führen, dass die Tests falsch positiv ausfallen und die Patienten verunsichert werden.

Grundsätzlich gilt: Den kompetenten und eventuell von diesen Informationen abweichenden Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsämter ist zu folgen! Die erfahrenen Kollegen des öffentlichen Gesundheitsdienstes passen gegebenenfalls die Empfehlungen an die lokale Infektionssituation an.

24.08.2020

Unsere aktuelle infektiologische Sicht auf die Pandemie

Was erwarten wir von den kommenden Monaten: Wir gehen von einer verstärkten COVID-Krankheitsaktivität in Deutschland in den kommenden Monaten aus. Vor allem bei kälterer Witterung …

Was erwarten wir von den kommenden Monaten:
Wir gehen von einer verstärkten COVID-Krankheitsaktivität in Deutschland in den kommenden Monaten aus. Vor allem bei kälterer Witterung wird es wahrscheinlich immer wieder zu Ausbrüchen kommen weil die Übertragung des Virus in geschlossenen Räumen effektiver verläuft als im Freien.
Es könnte sich eine sehr problematische Situation ergeben, wenn die Fallzahlen weiter ansteigen und gleichzeitig die "normale" Erkältungswelle des Herbst/Winters auftritt. Die Unterscheidung zwischen den unterschiedlichen Erkrankungen ist ohne Abstrichergebnis nicht möglich - eine individuelle Quarantäne droht dann jedem Erkältungskranken, wenn er nicht die Gefahr der Weiterverbreitung des Corona-Virus eingehen will. Die Arztpraxen werden sicherlich bis zum Anschlag strapaziert werden. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Weitergabe von Infektionen innerhalb unserer Räume zu verhindern, dem hohen Patientenaufkommen gerecht zu werden und alle hilfesuchenden Patienten adäquat zu versorgen. In dieser Zeit wird gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz von uns allen gefordert werden! In diesem Zusammenhang empfehlen wir bereits jetzt die Durchführung der Grippeimpfung (siehe separaten Artikel auf dieser Seite).

Angesichts der weltweiten Verbreitung des Virus in verschiedenen Erdteilen ist weiter mit starken Einschränkungen der möglichen Reisetätigkeit zu rechnen. Hier muss immer wieder auf die aktuelle Ausbruchssituation geachtet werden.

Insgesamt finden wir, dass unsere Gesundheitsbehörden, ein Großteil der Politiker und das Gesundheitssystem mit öffentlichem Gesundheitsdienst, Krankenhäusern und Praxen im Kampf gegen das Coronavirus eine sehr gute Arbeit geleistet hat. Wir vertrauen den Maßnahmen unserer Regierung und unterstützen diese nach Kräften. Wir freuen uns, dass wir in unserer infektiologischen Schwerpunktpraxis einen Anteil zur Bekämpfung der Pandemie leisten konnten und können!

Zur Maskenpflicht:
Inzwischen bestätigen zahlreiche zuverlässige Studien, wie gut der Schutz durch solche Masken ist und wie stark diese zur Kontrolle der Infektionsausbreitung beitragen können. Wir unterstützen deshalb den Aufruf der Gesundheitsbehörden, bei engem Kontakt mit anderen Menschen möglichst konsequent einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Auch bei uns in der Praxis wird diese Maßnahme selbstverständlich umgesetzt.

COVID/Coronavirus in unserer Praxis:
In Übereinstimmung mit den aktuellen deutschlandweiten epidemiologischen Daten können wir vermelden, dass wir in den letzten Wochen einen Anstieg von positiven COVID-Tests nachweisen konnten. Die meisten dieser Personen waren vorher im Ausland gewesen - hier spielen Risikogebiete eine große Rolle. Durch Screening unserer Patienten und gesonderte Wartebereiche für Risikopatienten können wir Kontakt zwischen Patienten und damit Ansteckungsrisiken in unserer Praxis auf ein Minimum reduzieren.

Zur Corona-Warn-App:
Wir bitten alle unsere Patienten, die Corona-Warn-App zu installieren. Je mehr Menschen diesem Ratschlag in Deutschland folgen, desto einfacher wird die Identifikation von Risikopatienten. Datenschutzbedenken konnten größtenteils ausgeräumt werden. Unterstützen Sie die Gesundheitsbehörden in ihrer wichtigen Arbeit durch die App-Installation auf Ihrem Handy. Wir stehen für Abstrichuntersuchungen zur Verfügung, sollte Ihre App einen Risikokontakt melden!

04.09.2020

Wichtigkeit der Grippeimpfung!

COVID-19 und Grippe verursachen ähnliche Symptome. Beide Erkrankungen führen zu Schädigungen der gleichen Organsysteme (vor allem Lunge, Herz). Und ähnliche Patientengruppen sind …

COVID-19 und Grippe verursachen ähnliche Symptome. Beide Erkrankungen führen zu Schädigungen der gleichen Organsysteme (vor allem Lunge, Herz). Und ähnliche Patientengruppen sind von komplizierten Verläufen betroffen. Wahrscheinlich ist eine gleichzeitige Infektion mit SARS-CoV-2 (dem Erreger von COVID) und dem Grippevirus besonders gefährlich und komplikationsreich.
Deshalb: lassen Sie sich in dieser Saison unbedingt gegen Grippe impfen!

Patienten ab 60 Jahren und/oder Patienten mit chronischen Grunderkrankungen wie zum Beispiel Herzerkrankungen, Lungenerkrankungen, Diabetes können sich auf Kosten der Krankenkasse impfen lassen. Eine Ausweitung der Empfehlungen auf andere Personen wird aktuell diskutiert.

Wir haben aufgrund der besonderen Situation dieses Jahr einen großen Vorrat an gut verträglichem Impfstoff für unsere Patienten reservieren lassen. Ab Ende September wird dieser voraussichtlich verfügbar sein. Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin für die Impfung!

23.08.2020

Coronatests für Lehrer und KiTa-Angestellte

Lehrer in privaten oder öffentlichen Schulen oder KiTa-Angestellte aus NRW können bis zum 09. Oktober 2020 alle 14 Tage einen Corona-Test durchführen lassen. Die Kosten dafür …

Lehrer in privaten oder öffentlichen Schulen oder KiTa-Angestellte aus NRW können bis zum 09. Oktober 2020 alle 14 Tage einen Corona-Test durchführen lassen. Die Kosten dafür werden von den Behörden übernommen. Wir können in unserer Praxis diese Tests durchführen.
Ihr Arbeitgeber wird berechtigten Personen einen Ausweis ausstellen, der in unserer Praxis bei Abstrichentnahme vorgelegt werden muss.
Das Abstrichergebnis erhalten Sie per SMS und (falls gewünscht zusätzlich) per email spätestens am Folgetag!
Wichtig: Bitte vereinbaren Sie für die Abstrichentnahme unbedingt telefonisch einen Termin mit der Praxis. So können wir kurze Wartezeiten ermöglichen. Wir haben großzügige Sonder-Sprechstunden für die Abstrichentnahme vorgesehen. Die Plätze sind allerdings begrenzt weil wir eine Überfüllung der Praxis vermeiden müssen. Melden Sie sich rechtzeitig für einen Termin!

29.07.2020

Wie verläuft die Diagnostik auf COVID-19?

Es gibt zwei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19: 1. Der Abstrich/PCR-Untersuchung: Bei Vorliegen von Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, …

Es gibt zwei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19:
1. Der Abstrich/PCR-Untersuchung: Bei Vorliegen von Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen) ist ein Nasen-/Rachenabstrich sinnvoll. Mittels dieser sogenannten PCR-Untersuchung kann das Virus direkt nachgewiesen werden. Der Test wird von der Krankenversicherung bezahlt, wenn ein Krankheitsverdacht vorliegt, also typische Symptome vorhanden sind. Die Kosten für den Test werden auch für Reiserückkehrer von den Behörden übernommen, sofern der Test innerhalb von 72h nach Rückkehr durchgeführt wird. Das Ergebnis liegt spätestens am Folgetag, meist sogar schon abends am gleichen Tag vor.
Falls aus anderen Gründen die Frage der aktuellen Infektiosität einer Person geklärt werden muss (Besuche von Verwandten, berufliche Fragestellung) kann der Test auch durchgeführt werden. In diesem Fall muss der Patient die Kosten selbst tragen. Diese liegen insgesamt bei ca. €115. Wir informieren Sie gerne detailliert über Gebühren und Ablauf.
2. Der Antikörper-Test: Dieser Test weist Antikörper gegen das Virus nach, zeigt also an ob man eine Infektion durchgemacht hat. Wahrscheinlich sind Patienten nach Infektion zumindest zeitweise geschützt vor weiterer Ansteckung. Der Test macht frühestens Sinn ab dem 10. Tag nach dem Auftreten von Atemwegssymptomen, da der Körper Zeit für die Antikörperbildung benötigt.
Die Kosten für den Antikörper-Test werden nicht von den Krankenkassen übernommen, diese liegen bei ca. €30.

22.07.2020

Maßnahmen in unserer Praxis zum Schutz vor Ansteckung

Liebe Patienten! Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten …

Liebe Patienten!

Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten und Mitarbeitern auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren.

Hier unsere wichtigsten Maßnahmen:

  • Wir sorgen dafür, dass sich gleichzeitig möglichst wenige Personen in der Praxis aufhalten. Wir erreichen dies durch fest vergebene Termine, eine Einlasskontrolle und intelligente Verteilung der Patienten in unseren großen Räumlichkeiten.

  • In allen unseren Räumen und an den Zugangspunkten zur Praxis sind Desinfektionsmittel-Spender angebracht. Wir fordern alle Patienten auf, vor Betreten unserer Räume die Hände gründlich zu desinfizieren.

  • Akutpatienten bekommen vorab einen festen Sprechstundenplatz zugewiesen. Kontaktieren Sie uns bitte telefonisch, dann erfahren Sie einen individuellen Zeitpunkt, zu der Sie in die Praxis kommen sollen. Wir können so die Patientenströme viel besser steuern und Ihre Wartezeit minimieren.

  • Wir haben die Praxis nach Risikobereichen aufgeteilt. Falls Patienten Erkältungssymptome aufweisen werden Sie unmittelbar von den anderen Patienten getrennt, erhalten einen Mund- Nasenschutz, warten separat und werden in einem dafür vorgesehenen Raum schnellstmöglich versorgt. Wir können jeden Kontakt zu symptomfreien Patienten damit verhindern.

  • Im Praxisbereich für Patienten mit Erkältungssymptomen herrschen intensivierte Hygieneregeln, hier wird ständig vom Personal ein hochwertiger (FFP2-) Mundschutz getragen, zwischen allen Patientenkontakten werden Räume und Gegenstände zusätzlich desinfiziert.

  • Unser Personal und alle Patienten müssen dauerhaft Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Im Zusammenwirken mit unseren weiteren Maßnahmen entsteht hierdurch ein deutlich erhöhtes Schutzniveau.

  • Wir überprüfen täglich unsere Maßnahmen auf Wirksamkeit und Durchführbarkeit. Wir haben zusätzliche regelmäßige Besprechungen im Team eingerichtet, um die Arbeit in der Praxis und den Infektionsschutz ständig optimieren zu können. Unsere ärztlichen Leiter bewerten die Lage der Situation u.a. angesichts der RKI-Meldungen täglich neu und setzen Anordnungen des Gesundheitsamts um. Wir stimmen uns zum Thema auch mit anderen infektiologischen Schwerpunktpraxen und mit den Kollegen der Infektiologie der Uniklinik ab.

  • Vom Händeschütteln zur Begrüßung sehen wir derzeit selbstverständlich ab.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

18.04.2020

Wer ist besonders gefährdet und warum?

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen. Vor allem ältere …

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen.
Vor allem ältere Patienten sind gefährdet. Es ist noch nicht ganz klar, warum das so ist. Man geht davon aus, dass die Heilungskapazität und die Organfunktion von älteren Patienten gegenüber jungen Patienten beeinträchtigt ist. Der wichtigste Faktor ist aber: Ältere Patienten leiden häufiger unter den Begleiterkrankungen, welche COVID-19 aggressiver machen.
Diese Begleiterkrankungen sind:

  • Lungenerkrankungen wie COPD, Emphysem, Fibrose - welche mit einer reduzierten Lungenfunktion einhergehen. Dies ist naheliegend, weil die Kapazität der Lunge durch die Infektion mit SARS-CoV-2 schneller an ihre Grenzen kommt. Ein gut behandeltes Asthma ist wahrscheinlich nur ein minimaler Risikofaktor. Raucher sind gefährdet - ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören!
  • Übergewicht scheint ein starker Risikofaktor zu sein. Dies betrifft vor allem Patienten mit besonders starkem Übergewicht.
  • Herzerkrankungen, welche mit reduzierter Herzleistung einhergehen. Eine solche Herzinsuffizienz kann durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden, zum Beispiel einem unbehandelten hohen Blutdruck, Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (koronare Herzkerkankung) und einige mehr. Der Grund für den aggressiven Verlauf ist, dass SARS-CoV-2 nicht selten mit einer Beteiligung des Herzmuskels einhergeht, also direkt dadurch die Herzleistung weiter verschlechtern kann. Zudem sind Patienten mit einem schwachen Herz nicht so gut in der Lage, die Störungen in der Lunge durch die Infektion zu kompensieren.
  • Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor, wahrscheinlich wegen der verschlechterten Abwehrfunktion bei betroffenen Patienten. Dies betrifft vor allem Menschen mit einem schlecht eingestellten Zucker!
  • Nierenerkrankungen mit deutlich reduzierter Nierenfunktion. Solche Patienten haben häufig viele Begleiterkrankungen, eine reduzierte Immunabwehr, eine Herzmuskelschwäche - also alles wiederum Risikofaktoren.
  • Ob und welche Art von Immunsuppression ein erhöhter Risikofaktor darstellt wird gerade untersucht. Es scheint so, dass eine milde Immunsuppression nur mit einem gering erhöhten Risiko für komplizierte Verläufe einhergeht. Und auch hier ist wieder alles abhängig von der möglichst normalen Funktion von Herz und Lunge.
28.06.2020

Antikörper-Spende von geheilten COVID-Patienten

Ein sehr vielversprechender Therapieansatz gegen COVID ist die sogenannte passive Immunisierung. Bei diesem Verfahren werden aus dem Blut geheilter Patienten Antikörper …

Ein sehr vielversprechender Therapieansatz gegen COVID ist die sogenannte passive Immunisierung. Bei diesem Verfahren werden aus dem Blut geheilter Patienten Antikörper ("Rekonvaleszentenplasma") gewonnen, welche erkrankten Patienten verabreicht werden um deren Heilung zu beschleunigen. Ein erworbener Schutz kann so quasi auf andere Patienten transplantiert werden.
Wie weiß man, dass man von COVID geheilt ist? Entweder durch ein positives Abstrichergebnis während man Krankheitssymptome aufwies oder durch einen positiven Antikörpernachweis.

Dieses therapeutische Verfahren ist auch bei anderen Erkrankungen seit Jahren ein gängiges Verfahren. Die Risiken für den Spender und den Empfänger sind dank modernster medizinischer Methoden minimal.

Eine ehrenamtliche Initiative aus Köln versucht, ein Netzwerk aus Spendern in Deutschland zu etablieren. So soll eine möglichst große Anzahl an Helfern aktiviert werden, um für möglichst viele Patienten Antikörper zur Verfügung stellen zu können.
Spender können sich auf dieser Webseite registrieren und werden dann an ein geeignetes lokales Spendezentrum weitergeleitet. Wir finden diese Initiative großartig und bitten möglichst viele geheilte Patienten, sich zu beteiligen!

06.09.2020

Ich bin positiv getestet - was ist zu beachten?

Bei einem positiven Test gilt folgendes: Eine strenge Selbstisolierung über derzeit ca 10 Tage ist erforderlich. Kürzere Quarantänezeiten nach einem negativen Kontrolltest werden …

Bei einem positiven Test gilt folgendes:

  • Eine strenge Selbstisolierung über derzeit ca 10 Tage ist erforderlich. Kürzere Quarantänezeiten nach einem negativen Kontrolltest werden diskutiert, sind jedoch noch nicht behördlich abgesegnet.
  • Eine gezielte medikamentöse Behandlung für ambulante Patienten ist nicht verfügbar bzw. wird nicht empfohlen. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen können antientzündliche Medikamente oder Paracetamol eingesetzt werden. Reichlich Flüssigkeitszufuhr ist sinnvoll, ebenso Ruhe. Es dauert einige Tage, bis die Symptome verschwinden.
  • In der Zeit der Quarantäne sollten möglichst keinerlei Kontakte zu anderen Menschen stattfinden bzw nur unter ausreichendem Sicherheitsabstand und Verwendung von Masken.
  • Falls Sie medizinische Betreuung benötigen melden Sie sich bei uns. Wir klären dann, ob ein Telefonat, eine Videosprechstunde oder ein Hausbesuch erforderlich ist.
  • Angehörige oder Mitbewohner von Infizierten sollten sich ebenfalls schützen. Der Kontakt mit großen Erregermengen sollte unbedingt vermieden werden, weil in solchen Fällen aggressive, gefährliche Verläufe berichtet wurden. Also: dringend Abstand von hustenden oder niesenden Patienten halten!
  • Komplikationen treten meist ab dem 5. Tag der Infektion auf. Diese äußern sich vor allem durch das Symptom Luftnot, vor allem bei körperlicher Belastung. Sollte eine solche Luftnot auftreten und vor allem sollte sie sich im Verlauf verschlimmern kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt.
    Wichtige Informationen zur häuslichen Quarantäne erhalten Sie hier: Informationen Quarantäne.
23.08.2020

Bewertung von Antikörper-Tests

Wir werden häufig nach dem Sinn von Antikörper-Tests (sog. serologische Tests) bei Coronavirus-Infektionen gefragt. Es gibt eine Vielzahl solcher Tests auf dem Markt, zum Teil …

Wir werden häufig nach dem Sinn von Antikörper-Tests (sog. serologische Tests) bei Coronavirus-Infektionen gefragt.
Es gibt eine Vielzahl solcher Tests auf dem Markt, zum Teil auch zum Selbsterwerb im Netz. Die Qualität der angebotenen Analysen ist extrem unterschiedlich. Zum Teil sind wohl sehr minderwertige Tests im Umlauf, welche keine zuverlässigen Ergebnisse liefern.
Der von unserem kooperierenden Labor durchgeführte Test weist eine hohe Präzision auf. Die gemessenen Antikörper sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nur dann nachweisbar, wenn tatsächlich eine Infektion mit SARS-CoV-2 stattgefunden hat. Gleichfalls zeigt ein negativer Test mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass keine Infektion durchgemacht wurde bzw dass diese Infektion schon vor längerer Zeit stattgefunden hat und die Antikörper sich bereits wieder zurückgebildet haben.
Eine Antwort kann noch kein Wissenschaftler geben: Schützen die gemessenen Antikörper tatsächlich vor einer neuen Infektion - und wenn ja, wie lange? Auch noch nicht beantwortet ist die Frage, wie schnell nach Infektion diese Antikörper wieder aus dem Blut verschwinden und was das für eine mögliche Immunität, also einen Schutz vor SARS-CoV-2 bedeutet.
Wie bei anderen Virusinfektionen gilt nämlich: Antikörper sind nur eine Schutzbarriere des Körpers. Gleichzeitig werden auch abwehrbereite Zellen gebildet - und diese kann noch kein überprüfter Test messen. Möglicherweise liegt also noch ein Schutz vor SARS vor obwohl die Antikörper schon wieder negativ sind.
Wir empfehlen deshalb unseren Patienten derzeit nur in seltenen Fällen einen Antikörper-Test - beispielsweise wenn dieser für Reisen oder für berufliche Fragestellungen benötigt wird. Es ist damit zu rechnen, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse der nächsten Wochen und Monate die Antwort auf die Frage liefert, wie die Ergebnisse der serologischen Tests zu interpretieren sind.

08.05.2020

Sind HIV-Patienten durch COVID-19 besonders gefährdet?

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt …

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt > 350) und unterdrückter Viruslast KEIN erhöhtes Risiko für einen aggressiven Verlauf von COVID-19 aufweist.
Hier auch ein Link zur Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft. Es muss aber betont werden, dass die diesbezügliche Datenlage noch nicht ganz klar ist - wir hoffen zeitnah auf verbindliche Zahlen und Daten.

28.06.2020

Warum erkranken auch junge Patienten schwer und sterben?

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst …

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst ab dem 55. Lebensjahr an und wird deutlich höher, je älter die betroffenen Patienten sind.
Die Ursache für einen aggressiven Verlauf bei jungen Patienten ist wahrscheinlich eine übersteigerte Immunreaktion auf die Virusinfektion. Diese erzeugt eine sehr starke Entzündungsreaktion, welche die Lunge und den Kreislauf der Patienten stark strapaziert.
Warum manche Patienten diese starke Reaktion aufweisen ist unbekannt, ursächlich sind jedoch genetische Faktoren - das Immunsystem der Patienten ist also anlagebedingt für SARS-CoV-2 besonders "scharf gestellt".
Ein weiterer Risikofaktor sind große Mengen an Virus zum Zeitpunkt der Infektion. Das Personal im Gesundheitsbereich oder Angehörige von Erkrankten sind besonders gefährdet, da kranke Patienten die husten oder niesen häufig große Mengen an Erregern freisetzen. Es gilt also auch im Haushalt: bei symptomatischer Erkrankung Abstand halten!

18.06.2020

Wie ist die Inkubationszeit der Infektion?

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne …

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne Fälle beschrieben, wo dieser Zeitraum kürzer (2 Tage) oder länger (14 Tage) ist.
Wichtig: die meisten Patienten entwickeln Symptome, in vielen Fällen allerdings nur leichte Atemwegssymptome. Es sind jedoch auch asymptomatische Verläufe beschrieben, wahrscheinlich bei ungefähr 25% der Patienten. Je jünger die Patienten, desto wahrscheinlicher ist ein asymptomatischer Verlauf.
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt ca 5 Tage vor Symptombeginn, ist am höchsten wenn die Symptome erstmals auftreten und dauert dann noch 5 bis 10 Tage an. Bei sehr schweren Erkrankungen kann die Virusausscheidung auch deutlich länger andauern.
Eine Quarantäne von 14 Tagen nach Symptomende scheint sicher genug zu sein, um sein Umfeld vor Infektion zu schützen!

30.03.2020

Wie kann sich SARS-CoV-2 verbreiten?

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen: Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an …

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen:

  • Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an Virus enthalten. Ein Patient mit Symptomen einer Atemwegsinfektion kann deshalb das Virus sehr leicht auf andere übertragen. Solche Tropfen gelangen über Hustenstöße oder Niesen bis zu einigen Metern weit um die infizierte Person herum.
  • Das SARS-CoV-2 kann sich aber auch über sogenannte Aerosole verbreiten. Das sind viel kleinere Partikel als die Hustentropfen. Im Aerosol ist wahrscheinlich weniger Virus enthalten, die kleinen Tröpfchen fliegen auch nicht so weit wie ausgehustete Partikel, aber sie können länger in der Luft verbleiben weil sie nicht so schwer sind. Aerosoltröpfchen sind wohl der Grund, warum Patienten schon einige Tage vor Symptombeginn ansteckend sind, weil sie schon durch tiefes Atmen oder Sprechen freigesetzt werden.
  • Der dritte Übertragungsweg sind Oberflächen. Erregerhaltige Tropfen oder Aerosol können sich auf Oberflächen niederschlagen und über die Hände kann dann eine Übertragung auf andere Personen erfolgen. Dies erfolgt über Anfassen des eigenen Munds, der Nase oder der Augen.
    Das Virus ist aufgrund seiner Hülle recht umweltstabil. Wenn die Tropfen nicht austrocknen, können solche Viren auf Oberflächen mehrere Stunden, manchmal sogar Tage ein Ansteckungsrisiko darstellen. Das ist der Grund für die Empfehlung, warum man sich häufig die Hände waschen soll - um eventuell aufgenommene Viruspartikel abzuwaschen. Dies macht vor allem Sinn, wenn man Gegenstände angefasst hat, die von vielen Menschen gleichzeitig benutzt werden, zum Beispiel Türgriffe, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einkaufswagen. Es macht aber keinen Sinn, Desinfektionsmaßnahmen zu übertreiben - häufiges Händewaschen ist die sinnvollste Maßnahme!