COVID / Coronavirus / Impfung

Informationen zum Coronavirus, zur COVID-Erkrankung und zu den Impfungen aus unserer Praxis.

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09.04.2021

Coronaimpfung in unserer Praxis

Liebe Patienten! Hier einige Informationen zu den Impfungen in unserer Praxis: Seit Ostern sind die Hausärzte in die deutsche Impfkampagne eingebunden. Anfangs wird nur wenig …

Liebe Patienten!

Hier einige Informationen zu den Impfungen in unserer Praxis:

  • Seit Ostern sind die Hausärzte in die deutsche Impfkampagne eingebunden. Anfangs wird nur wenig Impfstoff geliefert werden - dies ändert sich voraussichtlich in der letzten Aprilwoche. Wir erfahren jeweils nur einige Tage im voraus, welche Mengen Impfstoff bei uns eintreffen werden.

  • Wir werden deshalb jeweils nach Verfügbarkeit Impftermine freigeben. Wann das jeweils geschehen wird kann sich jede Woche ändern, es gibt bislang keinen zuverlässigen Rhythmus. Auf der Homepage werden wir aktuell verkünden, welche Impftermine für welche Patientengruppe buchbar sind.

  • Um möglichst vielen Patienten eine Impfung zu ermöglichen bemühen wir uns darum, immer die maximal mögliche Anzahl an Impfdosen zu erhalten und zu verimpfen.

  • Wir haben uns außerdem dazu entschlossen, die Termine in einem online Buchungssystem zur Verfügung zu stellen. Nur so sind die Mengen an Impfungen zu bewältigen und jeder hat die Chance, einen Termin zu buchen. Für nicht-Internet-affine Menschen bieten wir natürlich auch weiterhin eine telefonische Terminbuchung.

  • Um unser Telefonsystem nicht zu überlasten bitten wir Sie, immer nur zur Impftermin-Buchung anzurufen wenn wir auf der Homepage aktuell freien Impfstoff melden.

  • Wir führen keine Liste impfwilliger Patienten, weil diese viel zu umfangreich wäre und weil wir aus Gründen der Gerechtigkeit jedem berechtigten Patienten eine Impfmöglichkeit einräumen möchten.

  • Hochrisikopatienten werden wir weiterhin selbst kontaktieren diesen vulnerablen Menschen rasch eine Impfung zu ermöglichen.

Hier eine Übersicht über die derzeit in unserer Praxis verfügbaren Impfstoffe:

1) Impfstoff von AstraZeneca

Hier werden wir alle Pesonen im Alter über 60 Jahren impfen, unabhängig von Vorerkrankungen. Dieser Impfstoff ist in dieser Altersgruppe sicher und besonders wirksam - nach den vorliegenden Daten nach der ersten Dosis gerade bei Älteren sogar wirksamer als z.B. der Impfstoff von BioNTech. Sinussthrombosen sind in dieser Altersgruppe nicht gehäuft aufgetreten.

2) Impfstoff von BioNTech/Pfizer
Wir erhalten zudem den mRNA BioNTech-Impfstoff. Dieser darf derzeit ausschließlich an Menschen verabreicht werden, welche in Priorisierungsgruppe 1 und 2 sind. Hier finden Sie eine ausführliche Liste mit den Voraussetzungen für die verschiedenen Priorisierungsgruppen.

Die Impfmöglichkeiten werden sich in den nächsten Wochen verbessern, es wird voraussichtlich jedoch noch einige Zeit dauern, bis auch Mitglieder der Gruppe 3 ein Impfangebot mit BioNTech-Impfstoff erhalten. Wir raten über 60jährigen deshalb zu einer Impfung mit AstraZeneca.
Hier mehr Informationen zum Impfstoff vom RKI.

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Generell gilt: wir empfehlen Ihnen in Übereinstimmung mit allen wichtigen medizinischen Fachgesellschaften eine COVID-Impfung, egal mit welchem Impfstoff. Durch diese Impfung können Sie eine potentiell gefährliche COVID-Infektion schnell und extrem effektiv verhindern und sich vor Krankenhausaufenthalten und Folgezuständen nach COVID schützen.
Hier Informationen vom RKI zum AstraZeneca - Impfstoff.
Hier Informationen vom Paul-Ehrlich-Institut zum Impfstoff.
Hier Informationen von Quarks&Co zu den Impfstoffen.
Hier mehr Informationendes Gesundheitsministeriums zum AstraZeneca Impfstoff.

19.03.2021

Studie: Antikörper als COVID-Medikament

Derzeit werden weltweit viele Studien durchgeführt, um die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten zur Behandlung von COVID-Infektionen zu überprüfen. Nicht nur die Impfungen …

Derzeit werden weltweit viele Studien durchgeführt, um die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten zur Behandlung von COVID-Infektionen zu überprüfen.
Nicht nur die Impfungen werden erforderlich sein, um die Pandemie zu bekämpfen - auch für künftige Krankheitsfälle müssen effektive Medikamente bereit stehen.
Ein äußerst vielversprechender Ansatz ist die Gabe von neutralisierenden Antikörpern. Diese Medikamente wirken wie eine passive Impfung - im Labor hergestellte Antikörper werden dem Patienten verabreicht und damit die Coronaviren abgefangen, die den Patienten krank machen. Durch diese Therapie erhofft man sich eine schnelle Verringerung von Krankheitssymptomen, eine Verminderung der Infektiosität der Patienten und eine Verhinderung von post-COVID-Erkrankungen (damit sind die unangenehmen Folgeschäden durch COVID gemeint).
Antikörper-Therapien sind im allgemeinen sehr gut verträglich und sehr wirksam, auch gegen die mutierten Virusvarianten.
In unserer Praxis führen wir derzeit eine Studie durch, die die Gabe von neutralisierenden Antikörpern testet. Falls Sie aktuell an COVID erkrankt sind oder jemanden kennen, der Krankheitssymptome aufweist freuen wir uns über Kontaktaufnahme. Wir können Ihnen ausführlich erklären, wie die Studie abläuft und was es zu beachten gibt. Melden Sie sich gerne unter info@praxis-ebertplatz.de oder bei unserer Studienbeauftragten Frau Kerstin Lammersmann unter lammersmann@praxis-ebertplatz.de oder bei einem unserer Ärzte per Telefon.

13.03.2021

Kostenlose Schnelltests

Liebe Patienten! Die Landesregierung NRW bietet jedem Bürger die Möglichkeit, einmal wöchentlich einen kostenlosen Corona-Schnelltest durchführen zu lassen. Auch Arztpraxen bieten …

Liebe Patienten!
Die Landesregierung NRW bietet jedem Bürger die Möglichkeit, einmal wöchentlich einen kostenlosen Corona-Schnelltest durchführen zu lassen. Auch Arztpraxen bieten solche Schnelltests an. Die Qualität der Tests ist selbstverständlich nicht geringer als bei den bisherigen Tests.

Damit wir unsere normale Patientenversorgung aufrecht halten können bieten wir täglich vor- und nachmittags eine begrenzte Kapazität an Terminen für solche Tests an. Bitte vereinbaren Sie telefonisch für den gleichen oder die Folgetage einen Testtermin.
Sie erhalten das Testergebnis nach wenigen Minuten als kurzen Befundbericht.

Bitte wenden Sie sich an eines der Testzentren in Köln falls wir keine Termine mehr frei haben.

Falls eine offizielle ärztliche Bescheinigung über das Testergebnis (z.B. für Behörden) erforderlich ist müssen wir hierfür eine geringe Gebühr (5€) berechnen - dies schreibt die ärztliche Berufsordnung vor.

30.03.2021

Alle Coronavirus-Impfstoffe schützen!

Liebe Patienten! Derzeit stehen in der EU vier Impfstoffe gegen das neue Coronavirus zur Verfügung. Alle vier Impfstoffe sind von den europäischen und deutschen Zulassungsbehörden …

Liebe Patienten!
Derzeit stehen in der EU vier Impfstoffe gegen das neue Coronavirus zur Verfügung. Alle vier Impfstoffe sind von den europäischen und deutschen Zulassungsbehörden als wirksam und sicher beurteilt worden. Dabei wurden trotz der Kürze der Zeit keine Kompromisse im Hinblick auf die Patientensicherheit gemacht!

= alle drei Impfstoffe haben eine Wirksamkeit über 70% - das ist für eine Impfung ein ausgezeichneter Wert. Es bedeutet übrigens nicht, dass 30% nicht geschützt sind, sondern dass bei einigen Patienten lediglich ein etwas geringer ausgeprägter Schutz vorliegt. Wichtig: der Schutz gegenüber gefährlichen COVID-Verläufen ist sehr hoch und liegt nach Schätzungen bei allen Impfstoffen deutlich über 90%! Auf diesen Schutz kommt es an, um die Intensivstationen nicht zu überlasten und Todesfälle zu vermeiden. Der Astra-Impfstoff ist also keinesfalls als "zweitklassig" einzustufen!

= die Verträglichkeit der drei Impfstoffe scheint vergleichbar gut zu sein. Es kommt häufig zu Lokalreaktionen mit Schwellungen und Schmerzen im Impfarm. Einige Patienten berichten auch über vorübergehende Kreislaufreaktionen oder das Gefühl wie bei einer beginnenden Erkältung. Diese Reaktion ist nicht gefährlich und zeigt eine gute Immunreaktion auf den Impfstoff an! Es gab Komplikationen in einzelnen Patienten im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung - bisher wurde ein ursächlicher Zusammenhang aber nicht nachgewiesen. Die seltenen Thrombose-Komplikationen nach Gabe des AstraZeneca-Impfstoffs werden derzeit im Detail analysiert und ein möglicher Zusammenhang zum Impfstoff geklärt. Wir begrüßen die Vorsichtsmaßnahme der Limitierung der Impfungen auf Personen über 60 Jahren - in dieser Altersklasse waren keine Thrombose-Ereignisse (Sinusthrombose) aufgetreten.

= je jünger die Patienten, desto stärker die Impfreaktion. Da bevorzugt jüngere Patienten den AstraZeneca Impfstoff erhalten sind deshalb bei diesem Impfstoff häufiger solche Nebenwirkungen beschrieben. Generell scheint es so zu sein dass die mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfizer und Moderna) bei der zweiten Impfung stärkere Immunreaktionen hervorrufen, die Vektor-Impfstoffe (AstraZeneca und Johnson&Johnson) eher bei der ersten Gabe.

= aufgrund der immer noch vorliegenden Impfstoff-Knappheit ist es nicht möglich, den Impfstoff auszusuchen. Es besteht die Gefahr, dass es mehrere Monate dauert bis man erneut zur Impfung eingeladen wird, sofern man ein Impfangebot ausschlägt.

= unabhängig von den bisher bekannten Mutationen gilt: jede Impfung ist besser als keine! Es ist noch nicht abschließend beurteilbar, wie gut welcher Impfstoff bei welcher Mutation wirkt. Sicher ist: ein Teil-Schutz wird gegenüber allen Coronaviren entstehen - und somit gefährliche Verläufe unwahrscheinlich machen.

WIR EMPFEHLEN IHNEN: NEHMEN SIE DIE IMPFANGEBOTE AN! ALLE ZUGELASSENEN IMPFSTOFFE SIND SICHER UND WIRKSAM.
SO KÖNNEN SIE SICH UND ANDERE WIRKSAM VOR GEFÄHRLICHEN COVID-VERLÄUFEN SCHÜTZEN.

Hier eine Stellungnahme von medizinischen Fachgesellschaften zu den verschiedenen Impfstoffen.
Hier eine Stellungnahme der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zum Thema.

04.03.2021

Impfreihenfolge

Coronaimpfungen in Deutschland werden nach einer einheitlichen Impfreihenfolge verabreicht. Dabei wurden Priorisierungsgruppen gebildet. Aktuell (März 2021) wird fast …

Coronaimpfungen in Deutschland werden nach einer einheitlichen Impfreihenfolge verabreicht. Dabei wurden Priorisierungsgruppen gebildet.

Aktuell (März 2021) wird fast ausschließlich in den Impfzentren der übergeordneten Kommunen geimpft. In Köln befindet sich das Impfzentrum in der Messe. Hier finden Sie ausführliche Informationen der Stadt Köln zum Impfzentrum.

Solange wir Ihnen noch kein konkretes Impfangebot machen können dürfen wir Ihnen - sofern Sie zu einer der Risikogruppen gehören - ein entsprechendes Attest ausstellen, mit welchem Sie einen Termin im Impfzentrum vereinbaren können.

Aktuell werden nur Mitglieder der Gruppe 1 geimpft. Dies sind über 80jährige, Pfleger und Ärzte die in bestimmten medizinischen Risikobereichen tätig sind sowie Bewohner und Angestellte von Pflegeheimen.

Demnächst startet die Terminvergabe für die Patienten aus Gruppe 2.
Dies sind:
= Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben
= Ärzte und medizinisches Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste
= bis zu zwei pflegende Angehörige von Personen, die über 70 sind oder eine der in dieser Kategorie genannten Erkrankungen aufweisen
= Polizei-und Ordnungskräfte die zum Beispiel bei Demos Infektionsrisiken ausgesetzt sind
= Menschen bei denen wegen einer Vorerkrankung, laufender Behandlungen, der genetischen Veranlagung oder nach ärztlicher Beurteilung ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf einer COVID-19-Erkrankung besteht: Trisomie 21; Organtransplantation; Demenz; geistige Behinderung; schwere psychiatrische Erkrankungen; aktive Krebserkrankungen; bestimmte Lungenerkrankungen wie COPD; schlecht eingestellter Diabetes mellitus (HbA1c über 7,5%); chronische Lebererkrankungen; chronische Nierenerkrankungen; starkes Übergewicht (BMI über 40);

Voraussichtlich ab Mai/Juni kommt dann die 3. Gruppe an die Reihe:

= Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben;
= Menschen mit Krebserkrankungen im Stillstand; Erkrankungen des Immunsystems (inklusive HIV), Rheuma; Herzinsuffizienz, KHK oder arterielle Hypertonie; Schlaganfall, neurologische Erkrankungen; Asthma bronchiale; chronisch entzündliche Darmerkrankungen; Diabetes mellitus; Übergewicht (BMI über 30)
= Angehörige staatlicher Einrichtungen, Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz
= Apotheker und weitere als kritisch definierte Infrastruktur; Lebensmittelhandel; Erzieher und Lehrer;

Danach wird es ein Impfangebot an die restliche Bevölkerung geben.

Wir empfehlen Ihnne ausdrücklich ein mögliches Impfangebot anzunehmen - egal mit welchem Impfstoff! Die Daten zur Wirksamkeit zu den einzelnen Impfstoffen lassen sich nur sehr eingeschränkt miteinander vergleichen. Langzeitdaten zur Wirksamkeit fehlen noch. Auch der Impfstoff von AstraZeneca mit scheinbar geringerer Schutzwirkung schützt mit extrem hoher Sicherheit vor gefährlichen Verläufen von COVID. Und um diesen Schutz geht es bei den Impfungen.

Voraussichtlich sind Auffrischungs-Impfungen im Verlauf erforderlich, es ist aber noch nicht bekannt, wann und wie oft diese stattfinden werden.

Für Personen, die bereits an COVID erkrankt waren gilt folgende Empfehlung: ab 6 Monate nach der Infektion sollte eine Impfung durchgeführt werden um den Schutz gegen die Viren aufrecht zu erhalten.

09.03.2021

Testangebote und Kostenübernahme

Eins vorweg: die Situation ist unübersichtlich und ändert sich ständig. Wir halten diese Informationen für Sie tagesaktuell. Hier die verschiedenen Szenarien, bei denen die …

Eins vorweg: die Situation ist unübersichtlich und ändert sich ständig. Wir halten diese Informationen für Sie tagesaktuell. Hier die verschiedenen Szenarien, bei denen die Testkosten von den Behörden oder der Krankenversicherung übernommen wird:

1) COVID-Symptome: Falls Covid-typische Symptome wie beispielsweise Husten, Fieber, Schnupfen, Geschmacksstörungen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen vorliegen ist der Test Krankenkassenleistung - privat wie gesetzlich.
2) Warnung durch die Corona-App: bei einer ROTEN Warnung können Sie sich innerhalb von 10 Tagen testen lassen. Bei privat und gesetzlich versicherten Patienten übernehmen die Behörden die Kosten für den Test.
3) Risikokontakte: bei Risikokontakten mit positiv getesteten Personen ist ein Test auf Kosten der Behörden innerhalb von 21 Tagen möglich. Risikokontakt heißt: mind. 15 Minuten Kontakt mit sicher positiver Person z.B. im gleichen Innenraum im beruflichen oder privaten Zusammenhang, in Schulklassen oder anderem engen räumlichen Kontakt. Auch in der gleichen Wohnung lebende Familienangehörige von positiv getesteten Personen dürfen sich testen lassen.
4) Lehrer und KiTa-Mitarbeiter: Sie können sich zweimal pro Woche mittels Schnelltest auf Coronaviren testen lassen. Die Kosten dafür übernimmt das Landesministerium (MAGS).
5) Bei Aufnahme in Reha-Kliniken, Tageskliniken, vor ambulanten Operationen ist ein Test auf Kosten des Landesministeriums möglich. Bitte beachten Sie: bei einer stationären Krankenhausaufnahme muss das Krankenhaus den erforderlichen Test organisieren und finanzieren!

Kostenlose Schnelltests sind für alle Bürger mit Wohnsitz in Deutschland einmal wöchentlich möglich. Bitte beachten Sie dazu unseren separaten Artikel hier auf dieser Seite.

Wir sind berechtigt, bei allen diesen Fragestellungen Coronatests in unserer Praxis durchzuführen.

Falls in Ihrem Fall die Kosten nicht durch die Krankenkasse oder die Behörden übernommen werden ist der Test eine Eigenleistung für die wir eine Rechnung stellen müssen (z.B. für Reisende). Bei uns kostet ein PCR-Labortest ca 95€, ein Antigen-Schnelltest ca 22€.

Melden Sie sich bei Rückfragen - telefonisch oder per email.

06.02.2021

PCR-Test versus Antigen-Test

Aktuell sind zwei verschiedene Testvarianten für Coronavirus in unserer Praxis möglich. Beide Tests arbeiten mit Nasen-Rachen-Abstrichen. Ein Abstrich wird mit einem Watteträger …

Aktuell sind zwei verschiedene Testvarianten für Coronavirus in unserer Praxis möglich. Beide Tests arbeiten mit Nasen-Rachen-Abstrichen. Ein Abstrich wird mit einem Watteträger entnommen, der tief in den Hals und die Nase eingeführt wird, um dort Atemwegssekret mit möglichen Coronaviren zu gewinnen. Die Durchführung ist etwas unangenehm aber nicht schmerzhaft und dauert nur sehr kurz.

1) Der PCR-Test
Mit diesem Test wird Erbmaterial der Coronaviren nachgewiesen. Der Test ist besonders präzise und findet auch geringe Virusmengen. Der Test ist der sogenannte "Goldstandard" - also der etablierteste Test und er wird überall anerkannt. Nachteile sind: das Ergebnis liegt erst nach einem Tag vor und die Kosten sind recht hoch.
Der PCR-Test ist dann vorgeschrieben, wenn die Kosten für den Abstrich von den Krankenkassen oder den Behörden übernommen werden (z.B. Reisen aus Risikogebieten, Risikokontakten zu Positiven, für Lehrer und KiTa-Angestellte oder bei Warnung durch die Corona-App). Manche Fluggesellschaften oder Reiseländer verlangen auch ausdrücklich einen PCR-Test. Natürlich ist der Test auch als Wunschleistung möglich.
Die Gesamtkosten für den PCR-Test in unserer Praxis betragen ca 95 Euro (ärztliche Behandlung plus Laborkosten)

2) Der Antigen-Test
Hier werden Oberflächenproteine des Virus nachgewiesen. Auch dieser Test ist extrem präzise. Wir nutzen einen der zuverlässigsten und aktuellsten Testsysteme. Bei Patienten die ansteckend sind, die also größere Mengen an Virus in den Atemwegen aufweisen, wird der Test sicher positiv ausfallen. Der Test ist also besonders geeignet um eine akute ansteckende Coronavirus-Infektion sicher auszuschließen - beispielsweise vor Verwandtenbesuchen, beruflichen Kontakten oder Reisen. Das Ergebnis liegt bereits nach 15 Minuten vor.
Da der Antigen-Test noch relativ neu ist kann nicht garantiert werden, dass das Testergebnis bei allen Situationen anerkannt wird, beispielsweise bei Auslandsreisen außerhalb von Europa. (Für Reisen auf die kanarischen Inseln wird ein negativer PCR-Test verlangt!)
Die Kosten für den Antigen-Schnelltest in unserer Praxis betragen ca 45 Euro.

Für Corona-Tests bitten wir dringend um Terminvereinbarung. Sie müssen sich aber nicht vorher auf eine Testvariante festlegen sondern können das Informationsgespräch bei uns abwarten.
Wir informieren Sie gerne bei zusätzlichen Fragen zum Thema!

23.01.2021

Alter als entscheidender Risikofaktor!

immer mehr wissenschaftliche Daten bestätigen die klinischen Beobachtungen der letzten Monate: Das Alter ist der entscheidende Risikofaktor für aggressive COVID-Verläufe. Je älter …

immer mehr wissenschaftliche Daten bestätigen die klinischen Beobachtungen der letzten Monate: Das Alter ist der entscheidende Risikofaktor für aggressive COVID-Verläufe. Je älter die Patienten sind, desto gefährdeter sind sie für Komplikationen bis hin zu Todesfällen.

Das Risiko beginnt mit ca 55 Jahren anzusteigen und wird mit zunehmendem Lebensalter höher. Das höchste Risiko tragen Patienten über 85 Jahren.
Dies führt zu folgenden Beobachtungen: 8 von 10 Todesfällen unter COVID traten bei Patienten über 70 Jahren auf. Das bedeutet natürlich nicht, dass die meisten Patienten in diesem Alter an COVID versterben. Beispielsweise zeigen Daten aus China dass dort 85% der über 80jährigen eine Coronavirus-Infektion überstanden und wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten.

Interessanterweise scheint das Alter auch der Faktor zu sein, der die niedrige Sterblichkeit erklärt, die in Deutschland in den ersten Krankheitsmonaten im Vergleich zu anderen europäischen Ländern beobachtet wurde. In anderen Ländern mit höherer Mortalität waren ältere Patientengruppen von COVID betroffen. Und in bei diesen Patienten traten entsprechend häufiger langwierige Fälle und Komplikationen mit tödlichem Ausgang auf. Wahrscheinlich hat uns geschützt dass in Deutschland initial junge Patienten betroffen waren - Reiserückkehrer aus dem Skiurlaub und deren junges soziales Umfeld.

Was bedeutet das nun für uns? Der Schutz von älteren Personen ist wichtig! Je weniger junge Leute sich anstecken, desto weniger Infektionen werden in die Risikogruppen getragen. Es gilt also weiter: Infektionsraten niedrig halten durch Abstand halten und Maske tragen. Es gilt auch: zum Coronatest gehen falls Symptome vorliegen oder Risikokontakte stattgefunden haben.

25.09.2020

Corona-Behandlungszentrum

Als infektiologische Schwerpunktpraxis haben wir frühzeitig einen großen Teil unserer Praxisorganisation auf die Beratung, Betreuung und Behandlung von COVID-Patienten und …

Als infektiologische Schwerpunktpraxis haben wir frühzeitig einen großen Teil unserer Praxisorganisation auf die Beratung, Betreuung und Behandlung von COVID-Patienten und Coronavirus-Verdachtsfällen ausgerichtet. Wir sehen es als selbstverständlich an, uns an der qualifizierten Betreuung dieses Themas in Deuschland zu beteiligen.
Ein beträchtlicher Teil der täglichen Sprechstunde ist reserviert für Patienten mit typischen COVID-Symptomen, für Lehrer und Reiserückkehrer - oder Patienten, die vor Antritt ihrer Reise eine Beratung bezüglich Coronavirus benötigen. Wir bemühen uns, diese Sprechstunden an die große Nachfrage anzupassen. Selbstverständlich achten wir darauf, dass wir unsere nicht-Corona-Patienten weiterhin gut und umfassend versorgen.
Entscheidend ist für uns auch, dass wir die Abläufe der Praxis so optimieren, dass sich nicht zu viele Patienten gleichzeitig bei uns aufhalten und dass Patienten mit Coronaverdacht und/oder Symptomen separat betreut werden.
Glücklicherweise verfügen wir über ein Ärzteteam von aktuell 8 kompetenten Kollegen und großzügige Räumlichkeiten. So können wir die beschriebene Versorgung aufrecht erhalten. Unsere Praxis entspricht demnach einer von Herrn Gesundheitsminister Spahn geforderten Fieberambulanz.

06.02.2021

Wie verläuft die Diagnostik auf COVID-19?

Es gibt drei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19: 1. Die PCR-Untersuchung: Bei Vorliegen von Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, …

Es gibt drei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19:
1. Die PCR-Untersuchung: Bei Vorliegen von Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen) ist ein Nasen-/Rachenabstrich sinnvoll. Mittels dieser sogenannten PCR-Untersuchung kann das Virus direkt nachgewiesen werden. Der Test wird von der Krankenversicherung bezahlt, wenn ein Krankheitsverdacht vorliegt, also typische Symptome vorhanden sind. Das Ergebnis liegt spätestens am Folgetag, meist sogar schon abends am gleichen Tag vor.
Falls aus anderen Gründen die Frage der aktuellen Infektiosität einer Person geklärt werden muss (Besuche von Verwandten, berufliche Fragestellung) kann der Test auch durchgeführt werden. In diesem Fall muss der Patient die Kosten selbst tragen. Diese liegen insgesamt bei ca. €95. Wir informieren Sie gerne detailliert über Gebühren und Ablauf.
2. Der Antigen-Test: Auch bei diesem Test werden infektiöse Viruspartikel im Rachen/Nasenraum der Patienten mittels Abstrich nachgewiesen. Im Gegensatz zur PCR sind höhere Virusmengen erforderlich, damit der Test positiv ausfällt. Zur Beantwortung der Frage "Bin ich aktuell ansteckend?" ist dieser Test aber hervorragend geeignet. Das Ergebnis liegt bereits nach ca 15 Minuten vor, die Kosten liegen bei ca 45€.
3. Der Antikörper-Test: Dieser Test weist Antikörper gegen das Virus nach, zeigt also an ob man eine Infektion durchgemacht hat. Wahrscheinlich sind Patienten nach Infektion zumindest zeitweise geschützt vor weiterer Ansteckung. Der Test macht frühestens Sinn ab dem 10. Tag nach dem Auftreten von Atemwegssymptomen, da der Körper Zeit für die Antikörperbildung benötigt.
Die Kosten für den Antikörper-Test werden nicht von den Krankenkassen übernommen, diese liegen bei ca. €30. Möglich ist ein Schnelltest in unserer Praxis (Dauer 15 Minuten) oder ein Labortest (Dauer ein Arbeitstag).

22.07.2020

Maßnahmen in unserer Praxis zum Schutz vor Ansteckung

Liebe Patienten! Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten …

Liebe Patienten!

Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten und Mitarbeitern auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren.

Hier unsere wichtigsten Maßnahmen:

  • Wir sorgen dafür, dass sich gleichzeitig möglichst wenige Personen in der Praxis aufhalten. Wir erreichen dies durch fest vergebene Termine, eine Einlasskontrolle und intelligente Verteilung der Patienten in unseren großen Räumlichkeiten.

  • In allen unseren Räumen und an den Zugangspunkten zur Praxis sind Desinfektionsmittel-Spender angebracht. Wir fordern alle Patienten auf, vor Betreten unserer Räume die Hände gründlich zu desinfizieren.

  • Akutpatienten bekommen vorab einen festen Sprechstundenplatz zugewiesen. Kontaktieren Sie uns bitte telefonisch, dann erfahren Sie einen individuellen Zeitpunkt, zu der Sie in die Praxis kommen sollen. Wir können so die Patientenströme viel besser steuern und Ihre Wartezeit minimieren.

  • Wir haben die Praxis nach Risikobereichen aufgeteilt. Falls Patienten Erkältungssymptome aufweisen werden Sie unmittelbar von den anderen Patienten getrennt, erhalten einen Mund- Nasenschutz, warten separat und werden in einem dafür vorgesehenen Raum schnellstmöglich versorgt. Wir können jeden Kontakt zu symptomfreien Patienten damit verhindern.

  • Im Praxisbereich für Patienten mit Erkältungssymptomen herrschen intensivierte Hygieneregeln, hier wird ständig vom Personal ein hochwertiger (FFP2-) Mundschutz getragen, zwischen allen Patientenkontakten werden Räume und Gegenstände zusätzlich desinfiziert.

  • Unser Personal und alle Patienten müssen dauerhaft Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Im Zusammenwirken mit unseren weiteren Maßnahmen entsteht hierdurch ein deutlich erhöhtes Schutzniveau.

  • Wir überprüfen täglich unsere Maßnahmen auf Wirksamkeit und Durchführbarkeit. Wir haben zusätzliche regelmäßige Besprechungen im Team eingerichtet, um die Arbeit in der Praxis und den Infektionsschutz ständig optimieren zu können. Unsere ärztlichen Leiter bewerten die Lage der Situation u.a. angesichts der RKI-Meldungen täglich neu und setzen Anordnungen des Gesundheitsamts um. Wir stimmen uns zum Thema auch mit anderen infektiologischen Schwerpunktpraxen und mit den Kollegen der Infektiologie der Uniklinik ab.

  • Vom Händeschütteln zur Begrüßung sehen wir derzeit selbstverständlich ab.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

26.09.2020

Wer ist besonders gefährdet und warum?

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen. Vor allem ältere …

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen.
Vor allem ältere Patienten sind gefährdet. Es ist noch nicht ganz klar, warum das so ist. Man geht davon aus, dass die Heilungskapazität und die Organfunktion von älteren Patienten gegenüber jungen Patienten beeinträchtigt ist. Der wichtigste Faktor ist aber: Ältere Patienten haben eine veränderte Immunfunktion, offenbar mit beeinträchtigter Abwehrleistung des Körpers gegen Coronaviren.
Zudem spielen im Alter Begleiterkrankungen eine größere Rolle:

  • Lungenerkrankungen wie COPD, Emphysem, Fibrose - welche mit einer reduzierten Lungenfunktion einhergehen. Dies ist naheliegend, weil die Kapazität der Lunge durch die Infektion mit SARS-CoV-2 schneller an ihre Grenzen kommt. Ein gut behandeltes Asthma ist wahrscheinlich nur ein minimaler Risikofaktor. Raucher sind gefährdet - ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören!
  • Übergewicht scheint ein starker Risikofaktor zu sein. Dies betrifft vor allem Patienten mit starkem Übergewicht (BMS größer als 35).
  • Herzerkrankungen, welche mit reduzierter Herzleistung einhergehen. Eine solche Herzinsuffizienz kann durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden, zum Beispiel einem unbehandelten hohen Blutdruck, Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (koronare Herzkerkankung) und einige mehr. Der Grund für den aggressiven Verlauf ist, dass SARS-CoV-2 nicht selten mit einer Beteiligung des Herzmuskels einhergeht, also direkt dadurch die Herzleistung weiter verschlechtern kann. Zudem sind Patienten mit einem schwachen Herz nicht so gut in der Lage, die Störungen in der Lunge durch die Infektion zu kompensieren.
  • Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor, wahrscheinlich wegen der verschlechterten Abwehrfunktion bei betroffenen Patienten. Dies betrifft vor allem Menschen mit einem schlecht eingestellten Zucker!
  • Nierenerkrankungen mit deutlich reduzierter Nierenfunktion. Solche Patienten haben häufig viele Begleiterkrankungen, eine reduzierte Immunabwehr, eine Herzmuskelschwäche - also alles wiederum Risikofaktoren.
  • Ob und welche Art von Immunsuppression ein erhöhter Risikofaktor darstellt wird gerade untersucht. Es scheint so, dass eine milde Immunsuppression nur mit einem gering erhöhten Risiko für komplizierte Verläufe einhergeht. Und auch hier ist wieder alles abhängig von der möglichst normalen Funktion von Herz und Lunge.
13.11.2020

Ich bin positiv getestet - was ist zu beachten?

Bei einem positiven Test gilt folgendes: Eine strenge Selbstisolierung über derzeit 14 Tage ist erforderlich. Kürzere Quarantänezeiten nach einem negativen Kontrolltest werden …

Bei einem positiven Test gilt folgendes:

  • Eine strenge Selbstisolierung über derzeit 14 Tage ist erforderlich. Kürzere Quarantänezeiten nach einem negativen Kontrolltest werden diskutiert, sind jedoch noch nicht behördlich abgesegnet.
  • Eine gezielte medikamentöse Behandlung für ambulante Patienten ist nicht verfügbar bzw. wird nicht empfohlen. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen können antientzündliche Medikamente oder Paracetamol eingesetzt werden. Reichlich Flüssigkeitszufuhr ist sinnvoll, ebenso Ruhe. Es dauert einige Tage, bis die Symptome verschwinden.
  • In der Zeit der Quarantäne sollten möglichst keinerlei Kontakte zu anderen Menschen stattfinden bzw nur unter ausreichendem Sicherheitsabstand und Verwendung von Masken. Siehe auch diesen Link zu einem Flyer des RKI.
  • Falls Sie medizinische Betreuung benötigen melden Sie sich bei uns. Wir klären dann, ob ein Telefonat, eine Videosprechstunde oder ein Hausbesuch erforderlich ist.
  • Angehörige oder Mitbewohner von Infizierten sollten sich ebenfalls schützen. Der Kontakt mit großen Erregermengen sollte unbedingt vermieden werden, weil in solchen Fällen aggressive, gefährliche Verläufe berichtet wurden. Also: dringend Abstand von hustenden oder niesenden Patienten halten!
  • Komplikationen treten meist ab dem 5. Tag der Infektion auf. Diese äußern sich vor allem durch das Symptom Luftnot, vor allem bei körperlicher Belastung. Sollte eine solche Luftnot auftreten und vor allem sollte sie sich im Verlauf verschlimmern kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt.
    Wichtige Informationen des RKI zur häuslichen Quarantäne erhalten Sie unter diesem Link.
23.08.2020

Bewertung von Antikörper-Tests

Wir werden häufig nach dem Sinn von Antikörper-Tests (sog. serologische Tests) bei Coronavirus-Infektionen gefragt. Es gibt eine Vielzahl solcher Tests auf dem Markt, zum Teil …

Wir werden häufig nach dem Sinn von Antikörper-Tests (sog. serologische Tests) bei Coronavirus-Infektionen gefragt.
Es gibt eine Vielzahl solcher Tests auf dem Markt, zum Teil auch zum Selbsterwerb im Netz. Die Qualität der angebotenen Analysen ist extrem unterschiedlich. Zum Teil sind wohl sehr minderwertige Tests im Umlauf, welche keine zuverlässigen Ergebnisse liefern.
Der von unserem kooperierenden Labor durchgeführte Test weist eine hohe Präzision auf. Die gemessenen Antikörper sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nur dann nachweisbar, wenn tatsächlich eine Infektion mit SARS-CoV-2 stattgefunden hat. Gleichfalls zeigt ein negativer Test mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass keine Infektion durchgemacht wurde bzw dass diese Infektion schon vor längerer Zeit stattgefunden hat und die Antikörper sich bereits wieder zurückgebildet haben.
Eine Antwort kann noch kein Wissenschaftler geben: Schützen die gemessenen Antikörper tatsächlich vor einer neuen Infektion - und wenn ja, wie lange? Auch noch nicht beantwortet ist die Frage, wie schnell nach Infektion diese Antikörper wieder aus dem Blut verschwinden und was das für eine mögliche Immunität, also einen Schutz vor SARS-CoV-2 bedeutet.
Wie bei anderen Virusinfektionen gilt nämlich: Antikörper sind nur eine Schutzbarriere des Körpers. Gleichzeitig werden auch abwehrbereite Zellen gebildet - und diese kann noch kein überprüfter Test messen. Möglicherweise liegt also noch ein Schutz vor SARS vor obwohl die Antikörper schon wieder negativ sind.
Wir empfehlen deshalb unseren Patienten derzeit nur in seltenen Fällen einen Antikörper-Test - beispielsweise wenn dieser für Reisen oder für berufliche Fragestellungen benötigt wird. Es ist damit zu rechnen, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse der nächsten Wochen und Monate die Antwort auf die Frage liefert, wie die Ergebnisse der serologischen Tests zu interpretieren sind.

08.05.2020

Sind HIV-Patienten durch COVID-19 besonders gefährdet?

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt …

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt > 350) und unterdrückter Viruslast KEIN erhöhtes Risiko für einen aggressiven Verlauf von COVID-19 aufweist.
Hier auch ein Link zur Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft. Es muss aber betont werden, dass die diesbezügliche Datenlage noch nicht ganz klar ist - wir hoffen zeitnah auf verbindliche Zahlen und Daten.

28.06.2020

Warum erkranken auch junge Patienten schwer und sterben?

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst …

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst ab dem 55. Lebensjahr an und wird deutlich höher, je älter die betroffenen Patienten sind.
Die Ursache für einen aggressiven Verlauf bei jungen Patienten ist wahrscheinlich eine übersteigerte Immunreaktion auf die Virusinfektion. Diese erzeugt eine sehr starke Entzündungsreaktion, welche die Lunge und den Kreislauf der Patienten stark strapaziert.
Warum manche Patienten diese starke Reaktion aufweisen ist unbekannt, ursächlich sind jedoch genetische Faktoren - das Immunsystem der Patienten ist also anlagebedingt für SARS-CoV-2 besonders "scharf gestellt".
Ein weiterer Risikofaktor sind große Mengen an Virus zum Zeitpunkt der Infektion. Das Personal im Gesundheitsbereich oder Angehörige von Erkrankten sind besonders gefährdet, da kranke Patienten die husten oder niesen häufig große Mengen an Erregern freisetzen. Es gilt also auch im Haushalt: bei symptomatischer Erkrankung Abstand halten!

18.06.2020

Wie ist die Inkubationszeit der Infektion?

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne …

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne Fälle beschrieben, wo dieser Zeitraum kürzer (2 Tage) oder länger (14 Tage) ist.
Wichtig: die meisten Patienten entwickeln Symptome, in vielen Fällen allerdings nur leichte Atemwegssymptome. Es sind jedoch auch asymptomatische Verläufe beschrieben, wahrscheinlich bei ungefähr 25% der Patienten. Je jünger die Patienten, desto wahrscheinlicher ist ein asymptomatischer Verlauf.
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt ca 5 Tage vor Symptombeginn, ist am höchsten wenn die Symptome erstmals auftreten und dauert dann noch 5 bis 10 Tage an. Bei sehr schweren Erkrankungen kann die Virusausscheidung auch deutlich länger andauern.
Eine Quarantäne von 14 Tagen nach Symptomende scheint sicher genug zu sein, um sein Umfeld vor Infektion zu schützen!

26.09.2020

Wie kann sich SARS-CoV-2 verbreiten?

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen: Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an …

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen:

  • Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an Virus enthalten. Ein Patient mit Symptomen einer Atemwegsinfektion kann deshalb das Virus sehr leicht auf andere übertragen. Solche Tropfen gelangen über Hustenstöße oder Niesen bis zu einigen Metern weit um die infizierte Person herum.
  • Das SARS-CoV-2 kann sich aber auch über sogenannte Aerosole verbreiten. Das sind viel kleinere Partikel als die Hustentropfen. Im Aerosol ist wahrscheinlich weniger Virus enthalten, die kleinen Tröpfchen fliegen auch nicht so weit wie ausgehustete Partikel, aber sie können länger in der Luft verbleiben weil sie nicht so schwer sind. Aerosoltröpfchen sind wohl der Grund, warum Patienten schon einige Tage vor Symptombeginn ansteckend sind, weil sie schon durch tiefes Atmen oder Sprechen freigesetzt werden.
  • Der dritte Übertragungsweg sind Oberflächen. Dieser Übertragungsweg ist weniger relevant, spielt also nur eine untergeordnete Rolle. Erregerhaltige Tropfen oder Aerosol können sich auf Oberflächen niederschlagen und über die Hände kann dann eine Übertragung auf andere Personen erfolgen. Dies erfolgt über Anfassen des eigenen Munds, der Nase oder der Augen.
    Das Virus ist aufgrund seiner Hülle recht umweltstabil. Wenn die Tropfen nicht austrocknen, können solche Viren auf Oberflächen mehrere Stunden, manchmal sogar Tage ein Ansteckungsrisiko darstellen. Das ist der Grund für die Empfehlung, warum man sich häufig die Hände waschen soll - um eventuell aufgenommene Viruspartikel abzuwaschen. Dies macht vor allem Sinn, wenn man Gegenstände angefasst hat, die von vielen Menschen gleichzeitig benutzt werden, zum Beispiel Türgriffe, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einkaufswagen. Es macht aber keinen Sinn, Desinfektionsmaßnahmen zu übertreiben - häufiges Händewaschen ist die sinnvollste Maßnahme!