COVID / Coronavirus / Impfung

Informationen zum Coronavirus, zur COVID-Erkrankung und zu den Impfungen aus unserer Praxis.

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05.12.2021

Neutralisierende Antikörper für Risikopatienten

Liebe Patient:innen! In den ersten Tagen nach COVID-Infektion ist die Gabe von neutralisierenden Antikörpern geeignet um einen gefährlichen Krankheitsverlauf zu verhindern. Diese …

Liebe Patient:innen!

In den ersten Tagen nach COVID-Infektion ist die Gabe von neutralisierenden Antikörpern geeignet um einen gefährlichen Krankheitsverlauf zu verhindern. Diese Antikörper werden im Labor produziert und in hoher Konzentration als Infusion verabreicht. Die Antikörper fangen SARS-CoV-2 - Viren ab und inaktivieren diese.
Da die Therapie nur in frühen Phasen der Erkrankung wirkt sollten die Symptome der COVID-Erkrankung nicht länger als 7 Tage bestehen.

Eine derartige Behandlung ist für Patient:innen sinnvoll welche ein erhöhtes Risiko für einen aggressiven Verlauf einer COVID-Infektion aufweisen.

Zwei Faktoren erhöhen dieses individuelle Risiko:

1) Typische Risikofaktoren: Alter über 50 Jahre, schwere Lungenerkrankungen, schwere Herzerkrankungen, Diabetes mellitus und starkes Übergewicht, hämatologische Erkrankungen, schwere Lebererkrankungen, Immunschwäche.

2) Patient:innen ohne ausreichenden Impfschutz: Nicht-Geimpfte, nur einmal Geimpfte, Patienten bei denen die letzte Impfung länger als 6 Monate zurückliegt oder Patienten, die auf die verabreichten COVID-Impfungen möglicherweise nicht oder nicht ausreichend reagieren.

Bei Patient:innen mit den genannten Risikofaktoren UND ohne ausreichenden Impfschutz kann das Antikörper-Gemisch mit dem Handelsnamen Ronapreve eingesetzt werden, um COVID-Komplikationen zu verhindern.
Es handelt sich dabei nicht um eine medizinische Studie sondern um ein von den Behörden zugelassenes Medikament. Sicherheit und Wirksamkeit wurden durch ausführliche Studien belegt.
Die Behandlung wird durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen finanziert.

Die Verträglichkeit der Infusion ist sehr gut. Sie wird über die Dauer von 30 - 60 Minuten verabreicht, nach der Gabe wird noch ca 30 Minuten nachbeobachtet.

Falls Sie sich für diese Therapie interessieren kontaktieren Sie uns bitte unter der email kuemmerle@praxis-ebertplatz.de.

03.12.2021

BioNTech vs. Moderna

Liebe Patient:innen, Sie haben es aus der Presse gehört: es steht derzeit viel mehr Moderna-Impfstoff als BioNTech/Pfizer Impfstoff zur Verfügung. Medizinisch gesehen wurde …

Liebe Patient:innen,

Sie haben es aus der Presse gehört: es steht derzeit viel mehr Moderna-Impfstoff als BioNTech/Pfizer Impfstoff zur Verfügung. Medizinisch gesehen wurde eindeutig belegt dass beide Impfstoffe mindestens gleichwertig sind. Die Wirkung und die Verträglichkeit sind bei beiden Stoffen ausgezeichnet! Möglicherweise ergeben sich bezüglich der Wirksamkeit sogar leichte Vorteile für Moderna.

Wir werden Sie beim Booster-Termin deshalb mit Moderna impfen . Dies bedeutet für Sie keinerlei medizinischen Nachteil!
Ausnahmen sind Menschen unter 30 Jahren und Schwangere, hier wird weiterhin BioNTech eingesetzt.

Wir stehen gerne für Aufklärungsgespräche zur Verfügung.

03.12.2021

Booster - wer und wann?

Liebe Patient:innen! Warum Boostern? Ab etwa 3 Monate nach der zweiten Impfung ist ein Nachlassen des Impfschutzes zu beobachten. 4-6 Monate nach 2x BioNTech-Impfung ist der …

Liebe Patient:innen!

Warum Boostern?
Ab etwa 3 Monate nach der zweiten Impfung ist ein Nachlassen des Impfschutzes zu beobachten. 4-6 Monate nach 2x BioNTech-Impfung ist der Impfschutz durchschnittlich nur noch zu 50-60% vorhanden. Dabei gilt: bei Menschen höheren Alters sinkt die Schutzwirkung schneller als bei jüngeren Personen.

Zweifach geimpfte Personen sind vor einem schweren Verlauf der Infektion bereits sehr gut geschützt. Allerdings kommt es mit zunehmender Dauer seit der zweiten Impfung zu einem stetig wachsenden Risiko für Durchbruch-Infektionen. Geimpfte sind dann wieder ansteckend und gefährden Dritte.

Aus diesem Grund ist eine Boosterimpfung für jede Person über 18 Jahren in Deutschland empfohlen.
Durch die dritte Impfung gehen wir laut aktuellen Daten von einer um 95% verbesserten Schutzwirkung aus - und wahrscheinlich auch einer deutlich besseren Langzeitwirkung.
Dies ist nicht überraschend - die meisten Impfstoffe werden in einem 3-fach Schema verabreicht und erst die dritte (Booster-) Impfung sorgt für einen länger anhaltenden Schutz durch deutlich ansteigende Antikörper-Werte.

Wir haben deshalb sehr viel Zeit und Mühe in die Organisation und Durchführung der entsprechenden Impfsprechstunden investiert. Unser Team impft während der Woche parallel zur Sprechstunde und zusätzlich an den meisten Samstagen im November und Dezember. Aufgrund der hohen Nachfrage sind dennoch nicht immer zeitnah Termine verfügbar.

Die in Deutschland derzeit verimpften Dosen an BioNTech und Moderna sind übrigens schon seit Monaten von der Regierung bestellt und geliefert worden und für die Verwendung in Deutschland und der Europäischen Union vorgesehen. Es wird durch Ihre Drittimpfung also kein Impfstoff für Entwicklungsländer weggenommen. Bei den COVID-Impfungen gilt: ein Verzicht in Deutschland löst keine Versorgungsprobleme in anderen Ländern!

14.11.2021

Coronatests

Liebe Patient:innen, wir haben uns entschlossen in unserer Praxis keine Corona-Tests bei asymptomatischen Personen anzubieten. Dies betrifft u.a. Bürgertests, Tests vor oder nach …

Liebe Patient:innen,

wir haben uns entschlossen in unserer Praxis keine Corona-Tests bei asymptomatischen Personen anzubieten. Dies betrifft u.a. Bürgertests, Tests vor oder nach Reise. Unsere Kapazitäten sind durch unsere Infektionssprechstunde und die vielen Corona-Impfungen komplett ausgelastet. Es gibt viele Testzentren in der Stadt (mehrere in unmittelbarer Nähe der Praxis) welche schnell und unbürokratisch alle nötigen Tests anbieten.

Wir sehen uns als infektiologische Schwerpunktpraxis in der hauptsächlichen Verantwortung, Patienten mit Symptomen zu behandeln. Falls Sie den Verdacht abklären wollen, ob COVID für Ihre Symptome verantwortlich ist sind wir die richtige Anlaufstelle. Wir behandeln und beraten Sie selbstverständlich auch weiterhin bei anderen medizinischen Fragestellungen.

Diese Infektionssprechstunde wird derzeit sehr häufig nachgefragt und bindet unsere Kapazitäten. Durch umfangreiche Hygienemaßnahmen und zeitliche Trennung der Infektionssprechstunde haben wir das Infektionsrisiko für andere Patienten übrigens minimiert.

10.11.2021

Corona-Impfungen und Booster

Wir haben uns entschlossen, ab sofort nur noch Impfungen mit mRNA-Impfstoffen anzubieten. Der Grund ist eine bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit im Vergleich zu den …

Wir haben uns entschlossen, ab sofort nur noch Impfungen mit mRNA-Impfstoffen anzubieten. Der Grund ist eine bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit im Vergleich zu den Vektorimpfstoffen. Die Präparate Comirnaty von BioNTech/Pfizer sowie Spikevax von Moderna sind in großen Mengen vorhanden und können sowohl für Erst- und Zweit- als auch für Booster-Impfungen gebucht werden.

Erst- und Zweitimpfungen:

Erst- oder Zweitimpfungen mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna können weiterhin für alle Menschen über 18 Jahre in unserer Impfsprechstunde gebucht werden.
Falls Sie sich zu einer Erst-Impfung entschlossen haben und keinen zeitnahen Termin über doctolib erhalten können melden Sie sich bitte bei uns telefonisch oder per email. Wir werden versuchen, Ihnen einen passenden Termin zu finden. Sie sollten so schnell wie möglich geimpft werden können.

Booster:

Die aktuelle Impfverordnung der Gesundheitsminister sieht vor: eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff ist in Deutschland für jede Person möglich.

Ausdrücklich empfohlen wird eine Auffrischung für folgende Personen:
= Menschen über 70 Jahre
= Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen bzw. pflegebedürftige Personen zu Hause
= Menschen mit Immunschwäche (u.a. Autoimmunerkrankungen, schwere Nierenfunktionsstörung, HIV, Krebserkrankung, Transplantierte)
= Menschen, die die ersten Impfungen mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben (AstraZeneca oder Janssen bzw. Johnson&Johnson).
= Menschen, die in pflegerischen oder medizinischen Berufen arbeiten
= Menschen die in Berufen arbeiten bei denen Sie mit einer hohen Zahl an potentiell COVID-positiven Personen in Kontakt kommen

Auf individuellen Wunsch können auch andere Personen eine Auffrischungsimpfung buchen.
.

Es gelten folgende Einschränkungen für die Buchung der Termine für Boosterimpfungen in unserer Praxis:

1) Die Auffrischungsimpfung sollte ca 6 Monate nach der letzten vorausgegangenen COVID-Impfung erfolgen (Ausnahme: nach der Janssen-Impfung kann bereits nach 4 Wochen aufgefrischt werden).

2) Wir bieten Auffrischungs-Impfungen derzeit nur den Patient:innen an, die bereits in unserer Praxis behandelt wurden. Unsere Impfsprechstunde würde sonst überlastet. Für andere Patient:innen: Bitte sprechen Sie Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt auf die Impfungen an oder nutzen Sie die Impfangebote der Stadt Köln

Eine simultane Impfung gegen Grippe und gegen COVID ist möglich und ausdrücklich empfohlen. Sie benötigen hierfür keinen separaten Termin sondern können bei der COVID-Impfung spontan um eine Grippeimpfung bitten.

Termine können Sie online oder telefonisch buchen.
Patient:innen, die in den nächsten Wochen einen Sprechstunden-Termin aus anderen Gründen bei uns vereinbart haben, können im Rahmen dieses Termins geimpft werden - so dass hier keine gesonderte Anmeldung bzw. Absprache erforderlich ist.

08.11.2021

Zusätzliche Impftermine!

Liebe Patient:innen! Wir haben zusätzliche Termine für Erst-, Zweit -und Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) gegen COVID auf unserer Homepage zur online-Buchung oder …

Liebe Patient:innen!

Wir haben zusätzliche Termine für Erst-, Zweit -und Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) gegen COVID auf unserer Homepage zur online-Buchung oder telefonischen Buchung eingestellt. Wir werden diese Impfsprechstunden an Samstagen durchführen um unsere normale Sprechstunde ungestört ablaufen zu lassen.

An dieser Stelle: Danke an unser tolles Empfangs- und Laborteam und unsere fleißigen Medizinstudent:innen für die Bereitschaft, uns bei den zusätzlichen Impfungen zu unterstützen!

Neueste Studien bestätigen eine deutliche Verbesserung der Immunantwort gegen COVID durch diese dritten Impfungen, sie stehen deshalb für alle Menschen ab 18 zur Verfügung. Besonders gefährdete Patientengruppen (Risikogruppen wie Ältere, Immunsupprimierte etc.) werden von uns bevorzugt bei der Terminvergabe berücksichtigt.
Ein Abstand von ca 6 Monaten zur letzten Impfung ist empfohlen.

Derzeit müssen wir die Impftermine für unsere Bestandspatienten vorhalten, die Nachfrage ist zu groß.
Wir verweisen auf die ausgezeichneten Impfangebote der Stadt Köln (Impfbusse, mobile Teams, Gesundheitsamt) und auf die anderen hausärztlichen Praxen, die sich an der Impfkampagne beteiligen.

Inzwischen wurde auch der Moderna-Impfstoff für Booster-Impfungen zugelassen. Sie können also bei den Auffrischungs-Impfungen zwischen den mRNA-Vakzinen BioNTech/Pfizer und Moderna auswählen.

Bei Rückfragen zur Impfung stehen wir per email unter impfung@praxis-ebertplatz.de zur Verfügung.

25.09.2020

Corona-Behandlungszentrum

Als infektiologische Schwerpunktpraxis haben wir frühzeitig einen großen Teil unserer Praxisorganisation auf die Beratung, Betreuung und Behandlung von COVID-Patienten und …

Als infektiologische Schwerpunktpraxis haben wir frühzeitig einen großen Teil unserer Praxisorganisation auf die Beratung, Betreuung und Behandlung von COVID-Patienten und Coronavirus-Verdachtsfällen ausgerichtet. Wir sehen es als selbstverständlich an, uns an der qualifizierten Betreuung dieses Themas in Deuschland zu beteiligen.
Ein beträchtlicher Teil der täglichen Sprechstunde ist reserviert für Patienten mit typischen COVID-Symptomen, für Lehrer und Reiserückkehrer - oder Patienten, die vor Antritt ihrer Reise eine Beratung bezüglich Coronavirus benötigen. Wir bemühen uns, diese Sprechstunden an die große Nachfrage anzupassen. Selbstverständlich achten wir darauf, dass wir unsere nicht-Corona-Patienten weiterhin gut und umfassend versorgen.
Entscheidend ist für uns auch, dass wir die Abläufe der Praxis so optimieren, dass sich nicht zu viele Patienten gleichzeitig bei uns aufhalten und dass Patienten mit Coronaverdacht und/oder Symptomen separat betreut werden.
Glücklicherweise verfügen wir über ein Ärzteteam von aktuell 8 kompetenten Kollegen und großzügige Räumlichkeiten. So können wir die beschriebene Versorgung aufrecht erhalten. Unsere Praxis entspricht demnach einer von Herrn Gesundheitsminister Spahn geforderten Fieberambulanz.

22.07.2020

Maßnahmen in unserer Praxis zum Schutz vor Ansteckung

Liebe Patienten! Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten …

Liebe Patienten!

Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten und Mitarbeitern auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren.

Hier unsere wichtigsten Maßnahmen:

  • Wir sorgen dafür, dass sich gleichzeitig möglichst wenige Personen in der Praxis aufhalten. Wir erreichen dies durch fest vergebene Termine, eine Einlasskontrolle und intelligente Verteilung der Patienten in unseren großen Räumlichkeiten.

  • In allen unseren Räumen und an den Zugangspunkten zur Praxis sind Desinfektionsmittel-Spender angebracht. Wir fordern alle Patienten auf, vor Betreten unserer Räume die Hände gründlich zu desinfizieren.

  • Akutpatienten bekommen vorab einen festen Sprechstundenplatz zugewiesen. Kontaktieren Sie uns bitte telefonisch, dann erfahren Sie einen individuellen Zeitpunkt, zu der Sie in die Praxis kommen sollen. Wir können so die Patientenströme viel besser steuern und Ihre Wartezeit minimieren.

  • Wir haben die Praxis nach Risikobereichen aufgeteilt. Falls Patienten Erkältungssymptome aufweisen werden Sie unmittelbar von den anderen Patienten getrennt, erhalten einen Mund- Nasenschutz, warten separat und werden in einem dafür vorgesehenen Raum schnellstmöglich versorgt. Wir können jeden Kontakt zu symptomfreien Patienten damit verhindern.

  • Im Praxisbereich für Patienten mit Erkältungssymptomen herrschen intensivierte Hygieneregeln, hier wird ständig vom Personal ein hochwertiger (FFP2-) Mundschutz getragen, zwischen allen Patientenkontakten werden Räume und Gegenstände zusätzlich desinfiziert.

  • Unser Personal und alle Patienten müssen dauerhaft Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Im Zusammenwirken mit unseren weiteren Maßnahmen entsteht hierdurch ein deutlich erhöhtes Schutzniveau.

  • Wir überprüfen täglich unsere Maßnahmen auf Wirksamkeit und Durchführbarkeit. Wir haben zusätzliche regelmäßige Besprechungen im Team eingerichtet, um die Arbeit in der Praxis und den Infektionsschutz ständig optimieren zu können. Unsere ärztlichen Leiter bewerten die Lage der Situation u.a. angesichts der RKI-Meldungen täglich neu und setzen Anordnungen des Gesundheitsamts um. Wir stimmen uns zum Thema auch mit anderen infektiologischen Schwerpunktpraxen und mit den Kollegen der Infektiologie der Uniklinik ab.

  • Vom Händeschütteln zur Begrüßung sehen wir derzeit selbstverständlich ab.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

26.09.2020

Wer ist besonders gefährdet und warum?

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen. Vor allem ältere …

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen.
Vor allem ältere Patienten sind gefährdet. Es ist noch nicht ganz klar, warum das so ist. Man geht davon aus, dass die Heilungskapazität und die Organfunktion von älteren Patienten gegenüber jungen Patienten beeinträchtigt ist. Der wichtigste Faktor ist aber: Ältere Patienten haben eine veränderte Immunfunktion, offenbar mit beeinträchtigter Abwehrleistung des Körpers gegen Coronaviren.
Zudem spielen im Alter Begleiterkrankungen eine größere Rolle:

  • Lungenerkrankungen wie COPD, Emphysem, Fibrose - welche mit einer reduzierten Lungenfunktion einhergehen. Dies ist naheliegend, weil die Kapazität der Lunge durch die Infektion mit SARS-CoV-2 schneller an ihre Grenzen kommt. Ein gut behandeltes Asthma ist wahrscheinlich nur ein minimaler Risikofaktor. Raucher sind gefährdet - ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören!
  • Übergewicht scheint ein starker Risikofaktor zu sein. Dies betrifft vor allem Patienten mit starkem Übergewicht (BMS größer als 35).
  • Herzerkrankungen, welche mit reduzierter Herzleistung einhergehen. Eine solche Herzinsuffizienz kann durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden, zum Beispiel einem unbehandelten hohen Blutdruck, Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (koronare Herzkerkankung) und einige mehr. Der Grund für den aggressiven Verlauf ist, dass SARS-CoV-2 nicht selten mit einer Beteiligung des Herzmuskels einhergeht, also direkt dadurch die Herzleistung weiter verschlechtern kann. Zudem sind Patienten mit einem schwachen Herz nicht so gut in der Lage, die Störungen in der Lunge durch die Infektion zu kompensieren.
  • Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor, wahrscheinlich wegen der verschlechterten Abwehrfunktion bei betroffenen Patienten. Dies betrifft vor allem Menschen mit einem schlecht eingestellten Zucker!
  • Nierenerkrankungen mit deutlich reduzierter Nierenfunktion. Solche Patienten haben häufig viele Begleiterkrankungen, eine reduzierte Immunabwehr, eine Herzmuskelschwäche - also alles wiederum Risikofaktoren.
  • Ob und welche Art von Immunsuppression ein erhöhter Risikofaktor darstellt wird gerade untersucht. Es scheint so, dass eine milde Immunsuppression nur mit einem gering erhöhten Risiko für komplizierte Verläufe einhergeht. Und auch hier ist wieder alles abhängig von der möglichst normalen Funktion von Herz und Lunge.
13.11.2020

Ich bin positiv getestet - was ist zu beachten?

Bei einem positiven Test gilt folgendes: Eine strenge Selbstisolierung über derzeit 14 Tage ist erforderlich. Kürzere Quarantänezeiten nach einem negativen Kontrolltest werden …

Bei einem positiven Test gilt folgendes:

  • Eine strenge Selbstisolierung über derzeit 14 Tage ist erforderlich. Kürzere Quarantänezeiten nach einem negativen Kontrolltest werden diskutiert, sind jedoch noch nicht behördlich abgesegnet.
  • Eine gezielte medikamentöse Behandlung für ambulante Patienten ist nicht verfügbar bzw. wird nicht empfohlen. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen können antientzündliche Medikamente oder Paracetamol eingesetzt werden. Reichlich Flüssigkeitszufuhr ist sinnvoll, ebenso Ruhe. Es dauert einige Tage, bis die Symptome verschwinden.
  • In der Zeit der Quarantäne sollten möglichst keinerlei Kontakte zu anderen Menschen stattfinden bzw nur unter ausreichendem Sicherheitsabstand und Verwendung von Masken. Siehe auch diesen Link zu einem Flyer des RKI.
  • Falls Sie medizinische Betreuung benötigen melden Sie sich bei uns. Wir klären dann, ob ein Telefonat, eine Videosprechstunde oder ein Hausbesuch erforderlich ist.
  • Angehörige oder Mitbewohner von Infizierten sollten sich ebenfalls schützen. Der Kontakt mit großen Erregermengen sollte unbedingt vermieden werden, weil in solchen Fällen aggressive, gefährliche Verläufe berichtet wurden. Also: dringend Abstand von hustenden oder niesenden Patienten halten!
  • Komplikationen treten meist ab dem 5. Tag der Infektion auf. Diese äußern sich vor allem durch das Symptom Luftnot, vor allem bei körperlicher Belastung. Sollte eine solche Luftnot auftreten und vor allem sollte sie sich im Verlauf verschlimmern kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt.
    Wichtige Informationen des RKI zur häuslichen Quarantäne erhalten Sie unter diesem Link.
08.05.2020

Sind HIV-Patienten durch COVID-19 besonders gefährdet?

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt …

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt > 350) und unterdrückter Viruslast KEIN erhöhtes Risiko für einen aggressiven Verlauf von COVID-19 aufweist.
Hier auch ein Link zur Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft. Es muss aber betont werden, dass die diesbezügliche Datenlage noch nicht ganz klar ist - wir hoffen zeitnah auf verbindliche Zahlen und Daten.

28.06.2020

Warum erkranken auch junge Patienten schwer und sterben?

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst …

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst ab dem 55. Lebensjahr an und wird deutlich höher, je älter die betroffenen Patienten sind.
Die Ursache für einen aggressiven Verlauf bei jungen Patienten ist wahrscheinlich eine übersteigerte Immunreaktion auf die Virusinfektion. Diese erzeugt eine sehr starke Entzündungsreaktion, welche die Lunge und den Kreislauf der Patienten stark strapaziert.
Warum manche Patienten diese starke Reaktion aufweisen ist unbekannt, ursächlich sind jedoch genetische Faktoren - das Immunsystem der Patienten ist also anlagebedingt für SARS-CoV-2 besonders "scharf gestellt".
Ein weiterer Risikofaktor sind große Mengen an Virus zum Zeitpunkt der Infektion. Das Personal im Gesundheitsbereich oder Angehörige von Erkrankten sind besonders gefährdet, da kranke Patienten die husten oder niesen häufig große Mengen an Erregern freisetzen. Es gilt also auch im Haushalt: bei symptomatischer Erkrankung Abstand halten!

18.06.2020

Wie ist die Inkubationszeit der Infektion?

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne …

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne Fälle beschrieben, wo dieser Zeitraum kürzer (2 Tage) oder länger (14 Tage) ist.
Wichtig: die meisten Patienten entwickeln Symptome, in vielen Fällen allerdings nur leichte Atemwegssymptome. Es sind jedoch auch asymptomatische Verläufe beschrieben, wahrscheinlich bei ungefähr 25% der Patienten. Je jünger die Patienten, desto wahrscheinlicher ist ein asymptomatischer Verlauf.
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt ca 5 Tage vor Symptombeginn, ist am höchsten wenn die Symptome erstmals auftreten und dauert dann noch 5 bis 10 Tage an. Bei sehr schweren Erkrankungen kann die Virusausscheidung auch deutlich länger andauern.
Eine Quarantäne von 14 Tagen nach Symptomende scheint sicher genug zu sein, um sein Umfeld vor Infektion zu schützen!

26.09.2020

Wie kann sich SARS-CoV-2 verbreiten?

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen: Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an …

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen:

  • Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an Virus enthalten. Ein Patient mit Symptomen einer Atemwegsinfektion kann deshalb das Virus sehr leicht auf andere übertragen. Solche Tropfen gelangen über Hustenstöße oder Niesen bis zu einigen Metern weit um die infizierte Person herum.
  • Das SARS-CoV-2 kann sich aber auch über sogenannte Aerosole verbreiten. Das sind viel kleinere Partikel als die Hustentropfen. Im Aerosol ist wahrscheinlich weniger Virus enthalten, die kleinen Tröpfchen fliegen auch nicht so weit wie ausgehustete Partikel, aber sie können länger in der Luft verbleiben weil sie nicht so schwer sind. Aerosoltröpfchen sind wohl der Grund, warum Patienten schon einige Tage vor Symptombeginn ansteckend sind, weil sie schon durch tiefes Atmen oder Sprechen freigesetzt werden.
  • Der dritte Übertragungsweg sind Oberflächen. Dieser Übertragungsweg ist weniger relevant, spielt also nur eine untergeordnete Rolle. Erregerhaltige Tropfen oder Aerosol können sich auf Oberflächen niederschlagen und über die Hände kann dann eine Übertragung auf andere Personen erfolgen. Dies erfolgt über Anfassen des eigenen Munds, der Nase oder der Augen.
    Das Virus ist aufgrund seiner Hülle recht umweltstabil. Wenn die Tropfen nicht austrocknen, können solche Viren auf Oberflächen mehrere Stunden, manchmal sogar Tage ein Ansteckungsrisiko darstellen. Das ist der Grund für die Empfehlung, warum man sich häufig die Hände waschen soll - um eventuell aufgenommene Viruspartikel abzuwaschen. Dies macht vor allem Sinn, wenn man Gegenstände angefasst hat, die von vielen Menschen gleichzeitig benutzt werden, zum Beispiel Türgriffe, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einkaufswagen. Es macht aber keinen Sinn, Desinfektionsmaßnahmen zu übertreiben - häufiges Händewaschen ist die sinnvollste Maßnahme!